Anastasiya Taratorkina war mit jugendlich hellem Sopran eine exzellente Alphise
Anastasiya Taratorkina war mit jugendlich hellem Sopran eine exzellente Alphise.

Anastasiya Taratorkina war mit jugendlich hellem Sopran eine exzellente Alphise.
Besonders beeindruckten die kunstvoll eingebauten Koloraturen, die sie in die Wiederholungen der Passagen ihrer Arien einfliessen liess und damit sowohl technisch als auch musikalisch glänzte.
Mit ihrem soubrettenleichten Sopran gibt sie die spritzige Spielmacherin.
die der Rolle eine ätherische Qualität verliehen. Sie war gut verständlich, und ihr Sopran leuchtete mit einer samtigen Farbe, die den Zuhörern einen wahren Genuss bereitete. Ihre kristallklare Stimme und die präzise Artikulation verliehen dem Waldvogel eine bezaubernde Leichtigkeit und Anmut. Besonders in den Szenen, in denen sie Siegfried den Weg weist, schuf sie eine märchenhafte Atmosphäre, die einen faszinierenden Kontrast zu den düsteren und dramatischen Momenten der Oper bot.
Die junge Sopranistin Anastasiya Taratorkina ist als Gilda ein Ereignis. Ihre Stimme leuchtet und strahlt, klingt selbst in den höchsten Höhen nie schrill. Und in den leisen Episoden berührt jede Phrase, jeder Ton.
als frühreife MARZELLINE, die, ihrer Schulmädchenuniform noch nicht entwachsen, von Liebe und Ehe träumt.
„Sie hat so unagestrengte und wunderschöne Töne im Piano, sehr weich!“ Die Jury-Vorsitzende des ARD Musikwettbewerbs Felicity Lott ist begeistert von der Sopranistin aus Dresden.
Hier könnten wir eine Nachfolgerin der großen Antonina Neschdanova gehört haben, deren Aufnahmen gern als Referenz für den Belcanto der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herangezogen werden. Das Rüstzeug in Sachen Belcanto-Technik und Belcanto-Stil verdankt Frau Taratorkina dem Studium bei Frau Hendrikje Wangemann an der Dresdner Hochschule für Musik. Bei ihrer Norina-Arie aus Don Pasquale von Donizetti ging strahlend die Sonne auf. Perfekte Diktion, in jedem dynamischen Grad weich eingeschwungene Spitzentöne, Humor und ein sparsames Agieren exakt auf die Pointe der Rolle machten ihre Interpretation zum Erlebnis. Auch hier spontanes Umschalten auf eine suizidale Pamina, die so innig, farbreich und in perfektem Deutsch gelang, dass nach den letzten Tönen vor dem aufbrandenden Applaus erst einmal Totenstille herrschte. „No word from Tom“ aus Strawinskys The Rake‘s Progress offenbarte weitere interessante Stimmfarben und eine erstaunlich sonore Tiefe. Anastasiya Taratorkina ist eine Virtuosa und ein Name, den man sich merken sollte, denn sie wird demnächst die großen Häuser als Gilda, Norina und hoffentlich auch Zerbinetta erobern.